Wohnungseinrichtung

Geschmacksache, oder?

Wonach entscheidet man, wie man die eigenen 4 Wände gestaltet? Also nicht nur die Wände, sondern auch die Räume dazwischen natürlich. Möbel, die Dinge, die man braucht- also ganz praktisch betrachtet. Da müssen bestimmte Teile vorhanden sein, ohne die es üblicherweise nicht geht: Bett, Schrank, Sofa, Tisch, Stühle… Doch darüberhinaus besitzen die meisten von uns tausende Dinge mehr, als die wirklich nötigen.
Weil sie einfach schön aussehen? In passenden Farben, aus verschiedenen Materialien, in der gewünschten Stilrichtung… klar, man achtet irgendwie auf ein stimmiges Gesamtbild. Wie das genau auszusehen hat, ist natürlich Geschmacksache. Oder?

Oft habe ich den Eindruck, es ist nicht unbedingt vom eigenen Geschmack abhängig, sondern von dem, was allgemeinverträglich ist. Viele Wohnungen ähnlich sich in der Einrichtung so stark, dass es kaum nur daran liegen kann, dass die Menschen einfach zufällig dieselben Vorlieben haben. Boho ist in? Oder Landhaus? Oder Industrial? Dann sieht es plötzlich überall so aus. Bis es dann allen auf die Nerven geht- dann wird wieder umgekrempelt. Zumindest größtenteils richten wir uns also danach „was Besucher wohl sagen würden“ als wäre unser Heim von der Bewertung anderer abhängig.

Ein gut bewachter Eingangsbereich ist schonmal viel wert. 🙂

Mach dein Safe-Space draus!

In den letzten 20 Jahren hat sich meine Einstellung diesbezüglich grundlegend geändert. Damals habe ich meine erste eigene Wohnung bezogen und sie so eingerichtet „wie man das halt so tut“. Heute bemerke ich, wie ich darin aufgehe, mein Zuhause wirklich zu MEINEM Zuhause zu machen. Es ist ein wahrer Befreiungsschlag!
Das Sofa ist knallig orange, mein Hauswirtschaftsraum ein Dschungel und die Deko besteht aus Urlaubsmitbringseln und Erinnerungsstücken, die mir etwas bedeuten. Ich wähle nicht mehr durch die Augen der Mehrheit der Gesellschaft, sondern endlich durch meine eigenen. Das hat sich unbewusst so entwickelt und ist mir im Laufe der Zeit erst selbst klargeworden. Mein Bedürfnis nach meinem persönlichen Safe-Space, der mir Geborgenheit und Vertrautheit gibt, ist vielleicht gar nicht stärker, als vor 20 Jahren. Mein Selbstbewusstsein ist nur so weit gewachsen, dass ich mich traue, es nicht mehr allen anderen recht zu machen, sondern vor allem mir selbst.

Das betrifft das orangene Sofa, das nicht jedem gefällt, genauso wie die Bilder an der Wand- die für MICH eine Bedeutung haben. Völlig egal, was irgendjemand sonst davon hält. Finde deine Vorlieben, achte auf dein Bauchgefühl und nicht auf gutgemeinte Ratschläge von außen.
Mehr zu deinem eigenen Safe-Space (und wo der sein könnte) findest du hier.

Unser Alles-Raum und Hauswirtschaft-Dschungel

Home-Office

Auch während der Arbeit macht die Gestaltung der unmittelbare Umgebung einen erheblichen Unterschied. Vor geraumer Zeit habe ich mir meinen Arbeitsplatz neu und völlig anders eingerichtet und Erstaunliches festgestellt. Vorher hatte ich einen Schreibtisch im Schlafzimmer (Dachgeschoss) für all meine Aktivitäten: Verwaltungsarbeiten, Marketing für meine Zeichnungen, Steuern, Abrechnungen eines gemeinnützigen Vereins, in dessen Vorstand ich tätig bin… verschiedenste Aufgaben. Die einen liegen mir mehr, die anderen weniger. Manches schiebe ich vor mir her- das kennt sicher fast jeder.

Nun habe ich die Themen getrennt und mir einen neuen Ort mitten im Herzen der Wohnung geschaffen, der ausschließlich für die Belange der Kunst genutzt wird. Überraschenderweise braucht das nicht einmal wahnsinnig viel Platz und richtig geplant schaut es auch überhaupt nicht nach typischem Arbeitsplatz aus.

mein Lieblings-Arbeitsplatz

Diesen alten Sekretär liebe ich- und praktisch ist er auch: Klappe zu, Unordnung versteckt. Außerdem ist es ein Fensterplatz, was mir auch gut gefällt. Zwischendurch einfach mal den Blick durch die Wolken schweifen zu lassen, finde ich sehr angenehm. Rundherum habe ich etwas Luft gelassen, damit ich mich nicht eingeengt fühle. Der Teppich ist optional aber er war eh vorhanden… Ohne ihn würde knapp mehr als ein Quadratmeter für einen solchen Platz völlig ausreichen.
Seitdem ich diese Umgestaltung vorgenommen habe, komme ich mir wesentlich produktiver vor. Auch oben an meinem alten Schreibtisch, den es ja nach wie vor für andere Aufgaben gibt. Die Bereiche sind sortierter und klar voneinander getrennt. Das hilft mir gedanklich. Außerdem habe ich an beiden Standorten darauf geachtet, ein Ladekabel für Laptop und Handy griffbereit zu haben und alle Utensilien so zu verstauen, dass ich mit einem Handgriff erreiche, was ich brauche. Das erleichtert die Abläufe ungemein. Ich muss mich gar nicht mehr überwinden, die unbeliebteren Dinge anzugehen, wie z.B. die Vereinsbuchführung.
Vielleicht verbringst du auch viel Zeit im Home-Office und ich konnte dir damit etwas Inspiration mitgeben. Schau dir gern auch meine anderen Blogartikel an- einige sind mit dem Thema durchaus verwandt. Viel Spaß beim Stöbern!

gez. Katharina

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