Dinge, auf die ich stolz bin

Ganz ohne arrogant klingen zu wollen

Darf man sich selbst feiern, ohne sich unsympathisch zu machen? Ja, finde ich schon. Absolut. Wenn man ein selbstgestecktes Ziel erreicht hat, irgendetwas gut gelungen ist, darf man sich darüber aufrichtig freuen und stolz auf sich und seine Leistung sein. Das macht nicht eingebildet, sondern motiviert.
Ich habe mich damit lange schwer getan. Es war eine jahrelange Lernkurve, um das zu verstehen und zu verinnerlichen. Daher ist diese Liste nun auch eine Art Therapie für mich selbst. Sehr empfehlenswert. Anerkennung von außen ist schön und darüber freut sich vermutlich jeder. Doch die eigenen Taten und Erfolge selbst anzuerkennen, gibt noch viel mehr Auftrieb und Selbstwertgefühl. In einem anderen Blogartikel habe ich bereits darüber geschrieben, was Erfolg überhaupt ist. Für mich persönlich geht es da wenig um finanzielle Ziele oder Besitz. Aber lies selbst.

Also los geht´s:

  1. Ausbildung durchgezogen und bestanden. Auch wenn es zu der Zeit nicht mein Traumberuf war und ich phasenweise lieber aufgegeben hätte.
  2. Lange nach dem Autoführerschein noch den fürs Motorrad bestanden. Obwohl es mir meine etwas geringe Körpergröße anfangs schwer gemacht hat.
  3. Den Sprung in die Selbstständigkeit mit der Malerei geschafft. Das hat durchaus Mut erfordert. Ich halte mich eigentlich nicht für einen sehr mutigen Menschen- eher für einen sicherheitsliebenden.
  4. Ich habe verstanden, dass (und warum) ich zu den sogenannten People-Pleasern gehörte und arbeite bis heute daran, mein Verhalten teilweise zu ändern. Um mir selbst gut zu tun.
  5. Meine Tochter. Natürlich bin ich wahnsinnig stolz auf mein Kind und dass es sich zu so einem tollen Menschen entwickelt. Auch wenn das nicht alleine mein Verdienst ist.
  6. Garten umgestaltet. Vom gepflasterten Hinterhof zum Naturgarten innerhalb eines Jahres. Zwar noch weiter im Aufbau, aber bereits zertifiziert. Förderung der Biodiversität und Artenschutz sind mir wichtig.
  7. Kinderbücher veröffentlicht. Eher Hefte als Bücher, vielleicht nicht perfekt. Doch fertiggestellt nachdem sie lange angefangen herumlagen.
  8. Aha-Erlebnis Wohnungseinrichtung. Irgendwann habe ich verstanden, dass es mir sehr viel Wohlbefinden bringt, mich nicht nach der Masse zu richten, sondern so zu wohnen, wie ich es mag. Früher hätte ich ausschließlich danach gehandelt, was anderen gefallen würde. Heute nicht mehr.
  9. Selbstakzeptanz. Jeder hat an sich etwas auszusetzen. Äußerlich, körperlich. Doch ich habe mich damit arrangiert und bin zufrieden.
  10. Spinnenphobie überwunden. Das hätte ich wirklich nicht für möglich gehalten. Wenn es dich genauer interessiert, schreib mir gerne und ich berichte dir davon, wie es mir gelungen ist. Heute habe ich ein Terrarium mit einer Vogelspinne als Haustier: Brigitte. 🙂
  11. Einzelne Bilder und Zeichnungen. Besonders die, bei denen ich mir im Vorfeld unsicher war, ob sie so gelingen würden, wie ich es mir vorgestellt hatte. Das Gefühl wenn ein Werk dann fertig ist, ist unheimlich zufriedenstellend und befreiend.

Wenn ich diese Punkte jetzt selbst lese, ist das vermutlich der persönlichste Inhalt, den ich bisher veröffentlicht habe. Möglicherweise werde ich von Zeit zu Zeit noch Dinge ergänzen. Doch als Fazit soll noch einmal deutlich gesagt sein:
Du darfst stolz auf dich sein! Und Erfolge müssen nicht riesig sein und die Welt retten, um gefeiert und gewürdigt werden zu dürfen.

gez. Katharina

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