in der Wegwerfgesellschaft
Kleidung zu billigsten Billigpreisen, Plastikspielzeug schnell online bestellt… Das ist normal geworden und ich schließe mich da nicht aus. Ich bestelle auch Sachen im Internet (allerdings nicht auf den bekannten Billigseiten, die so beliebt geworden sind) und ich bin sicher auch kein Minimalist. Jedoch bin ich tendenziell etwas geizig- manchmal zum Leidwesen meiner Familie. Das bedeutet, bevor ich etwas Neues kaufe, schaue ich erst einmal nach vorhandenen Ressourcen und Möglichkeiten.
Upcycling ist mein Lebensmotto und das war es schon, bevor das Wort jeder kannte. Meine Zeichnungen entstehen auf recyceltem Papier mit blauem Engel und wird ein Bild verkauft und versendet, ist auch die Verpackung in der Regel recycelt. Mir ist bewusst, dass das nicht die Welt rettet und dass es noch viel umweltschonender wäre, gänzlich darauf zu verzichten.
Doch wie so oft ist ein gesundes Mittel der goldene Weg. Man muss sicher nicht auf alles verzichten, aber auch nicht alles achtlos wegwerfen und austauschen gegen fragwürdig produzierte Billigprodukte. Ich stopfe meine Socken nicht, wenn Löcher drin sind. Aber ich kaufe auch keine neuen, einfach nur um sie zu kaufen. Ich benutze Notizzettel beidseitig (wenn nicht eh digital). Bevor ich mir neue Gartenmöbel anschaffe, schleife ich die vom Sperrmüll lieber nochmal ab. Und das bedeutet nicht, dass ich auf einer Müllhalde lebe. Es bedeutet, dass ich mir unserer privilegierten Situation bewusst bin- und dem Überfluss, in dem wir so selbstverständlich leben.
Es gibt sicher weit bessere Vorbilder als mich persönlich. Doch ich bin davon überzeugt, dass es helfen würde, wenn jeder daran einfach mal öfter denkt und Kleinigkeiten dazu beiträgt, dass unsere Wegwerfgesellschaft sich etwas am Riemen reißt.
Nachhaltigkeit ist keine Modeerscheinung, sondern einfach wichtig und notwendig. Punkt.
Dazu gehört auch, sich Dinge anzuschaffen, die eine Bedeutung haben. Anstatt wahllos zu shoppen, lieber auf Deko und Kleidung setzen, die etwas hochwertiger sind, länger halten und nicht nach 3 Wäschen im Müll landen. Was wirklich nicht mehr gefällt, kann trotzdem weiter verwendet werden- Sozialkaufhäuser, Frauenhaus, Kinderheim und zig andere freuen sich über Sachspenden. Decken und Tücher werden übrigens auch gerne in Tierheimen genommen.
gez. Katharina
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