Mein Leben als Künstlerin mit dezenten Bleistiftzeichnungen

Inhalt:
– Alltag einer Künstlerin, die dezente Bleistiftzeichnungen erstellt
– Umgeben von dezenten Bleistiftzeichnungen
– Dezente Bleistiftzeichnungen auf Tour
– Welche Rolle dezente Bleistiftzeichnungen für mich ganz persönlich spielen
– Fazit zum Thema dezente Bleistiftzeichnungen

dezente Bleistiftzeichnungen Kürbis

Alltag einer Künstlerin, die dezente Bleistiftzeichnungen erstellt

Mein normaler Alltag beschäftigt sich mit vielem, das in deinem vielleicht auch vorkommt. Bildende Künstlerin zu sein, bedeutet nicht, ausschließlich Künstlerin zu sein. Meine Tochter, mein Mann und meine Familie stehen an erster Stelle, dicht gefolgt von sehr guten Freunden. Die ehrenamtliche Arbeit im Förderverein einer Grundschule gehört genauso zu meinem Leben, wie Gartenarbeit, Haushalt und Bürokram. Das mag unspektakulär normal klingen, doch genau das ist es, was ich liebe und niemals austauschen wollen würde.

Umgeben von dezenten Bleistiftzeichnungen

Bei all dem ist meine Kunst jedoch immer irgendwie ein Teil meines Lebens. Sie hängt an meinen eigenen Wänden (nicht nur- auch Kunst anderer KünstlerInnen), sie entsteht bei mir zuhause und auch die ganze organisatorische Arbeit drumherum findet hier statt. Das ist mehr als man auf Anhieb denkt. Zumindest wenn man nicht nur für sich selbst werkelt, sondern diese Werke auch veräußert. Dazu gehört Marketing, Social Media, Abrechnungen, das Bearbeiten von Wunschaufträgen, das Verpacken und Versenden von Bestellungen, Homepage pflegen, neue Ideen entwickeln… Solche Aufgaben nehmen phasenweise mehr Zeit ein, als das Zeichnen selbst. Und das ist etwas, von dem ich niemals gedacht hätte, dass es mir Spaß machen könnte, bevor aus meinem Hobby ein Business wurde.
Ich verbringe sehr viel mehr Zeit am Laptop mit der Planung und Orga drumherum, als ich es vor meiner Selbstständigkeit gedacht hätte. Doch auch wenn ich früher oft gesagt habe, Schreibtischarbeit ist das letzte, worauf ich Lust habe, muss ich heute sagen, es gibt wirklich Schlimmeres. 🙂

Mittlerweile schreibe ich Newsletter, Blogartikel wie diesen hier, Instagram-Beiträge, erstelle Flyer und Reels, plane Zusammenarbeiten und Aktionen wie z.B. „Tierkunst für den Tierschutz„. Und das alles fühlt sich tatsächlich einfach gut und richtig an und macht mir aufrichtig Freude. Künstlerin zu sein, fühlt sich für mich nicht an wie ein Job, sondern wie das Ausleben eines inneren Drangs- ich kann einfach nicht anders. Kreativität ist in meinem Leben nicht wegzudenken. Natürlich ist das Anfertigen eines neuen Werkes das Beste daran. Egal, ob es ein Wunschmotiv ist, das jemand bei mir in Auftrag gibt, oder eins, das meiner eigenen Inspiration entspringt. Beides erfüllt mich so viel mehr, als jeder andere Beruf es könnte.

Dezente Bleistiftzeichnungen auf Tour

Auch das ein oder andere Wochenende im Jahr widme ich der Kunst, indem ich auf Messen oder Kunstmärkten vertreten bin. Um die freie Zeit mit der Familie nicht zu vernachlässigen, halte ich solche Termine in Grenzen. Dadurch sind es jedes Mal wieder besondere Momente, auf die ich mich sehr freue. Die Begegnungen mit kunstinteressierten Menschen sind großartig. Ich habe so tolle Menschen kennengelernt und unvergessliche Gespräche an meinem Stand geführt, dass ich auf diese Erfahrungen nicht verzichten möchte. Natürlich ist auch immer eine gewisse Aufregung dabei- die Vorbereitungen, der Aufbau… Vorfreude, die ich sehr genieße. Dabei hat sich im Laufe der Zeit herausgestellt, dass die schönsten Rückmeldungen zu den leisesten Bildern kommen. Es muss nicht knallig bunt sein, um aufzufallen. Im Gegenteil: Das Schlichte in meinen Bildern lässt Raum für Gedanken und Emotionen und speziell bei Kunstmärkten ist es unheimlich schön, die Leute beim Betrachten zu beobachten. Manchmal spazieren sie am Stand vorbei und werden von einem Motiv angezogen, sie verlangsamen ihre Schritte, man sieht förmlich, wie sich Gedanken und Gefühle aufbauen und ihr Blick auf der Leinwand kleben bleibt. Das sind diese kleinen Momente, über die ich mich wahnsinnig freue. Weil meine Zeichnungen etwas wecken und auf einen Menschen wirken.

Katharina Ben Nasr dezente Bleistiftzeichnungen

Welche Rolle dezente Bleistiftzeichnungen für mich ganz persönlich spielen

Der wohl wichtigste Punkt, der mich zu dieser Art der Kunst gebracht hat, ist schwer in Worte zu fassen. Nachdem ich eine Weile viel mit Pinsel und Farben gemalt und experimentiert habe, landete ich irgendwie beim Zeichnen mit Buntstiften, Bleistiften, Feinlinern und co. Speziell Bleistifte sind zu meinem Lieblingswerkzeug Nummer Eins geworden. Für mich ist ein Bleistift dezent, aber auch roh und echt und ehrlich. Aufrichtigkeit statt Effekthascherei. Nicht schreiend bunt, keine visuelle Reizüberflutung, sondern Platz für Ruhe und Entschleunigung. Auch das Zeichnen selbst geschieht mit Ruhe und ohne Eile. Ein Strich nach dem anderen, Kontraste, Schatten… so entsteht auf Papier oder Leinwand ein Gefühl, das mich beschäftigt oder ein Gedanke an etwas, der mich nicht loslässt. So verarbeite ich viele Eindrücke, die mir begegnen, Erfahrungen, die ich mache, Werte, die mir wichtig sind, Emotionen, die festgehalten werden wollen. Manche Werke brauchen Wochen, manche entstehen an einem Abend und ich bin selbst überrascht, dass es sich so schnell schon fertig anfühlt.
Auch das war eine Lernkurve: Früher dachte ich, ein Bild muss „gefüllt“ sein und kann nicht nach kürzester Zeit und halb leer bereits fertig sein. Doch es darf Luft zum Atmen haben und dieses Gefühl auch zeigen. Die Menge der Striche macht nicht die Wirkung aus.

träumende Frau dezente Bleistiftzeichnungen

Fazit zum Thema dezente Bleistiftzeichnungen

Ich bin absolut froh, glücklich und dankbar, meine Passion gefunden zu haben und sie auch noch mit anderen teilen zu können.
Es mag Phasen im Leben geben, in denen die Prioritäten anders liegen, doch Kunst und Kreativität werden für mich immer eine sehr wichtige Rolle spielen.

gez. Katharina